Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus)

Illustration: www.biolib.de, Fotos: Früchte und Blüten (www.wikipedia.de)

Das Pfaffenhütchen gehört zur „Strauchschicht“ des Auenwaldes und gedeiht gern Seite an Seite mit Schlehe und Holunder. Wie diese beiden ist auch das Pfaffenhütchen ein ausgesprochenes Vogelgehölz, dessen rosa leuchtende Früchte ab Herbst besonders Elstern, Drosseln und Rotkehlchen („Rotkehlchenbrot“) schmecken. Im Sommer locken kleine unscheinbare, aber nektarreiche Blüten Insekten an. Im Frühsommer labt sich die Raupe des Pfaffenspanners, die sich tagsüber in selbstgesponnenen Nestern zurückzieht, nachts an seinen Blättern. Seinen Namen bekam der Strauch im Mittelalter, denn seine Fruchtblätter erinnern an die Kopfbedeckung katholischer Geistlicher. Das Pfaffenhütchen eignet sich hervorragend zur Anlage von Wildhecken und lässt sich sogar als dekorativer Bonsai ziehen. Wer möchte, kann sich aus seinem gelblichen Holz auch Orgelpfeifen und Spindeln schnitzen. Die Früchte sind für Menschen giftig.